29. Seminar zur österreichischen Gegenwartsliteratur (auf Zoom)
オーストリア現代文学ゼミナール

12. und 13. Dezember 2020
Mit Daniel Wisser
Apokalypse goes Horror – Thomas Glavinics Arbeit der Nacht

In meinem Vortrag geht es zunächst darum, wie Apokalypse vorstellbar ist. Verschiedene Beispiele, vornehmlich aus der jüngeren Literatur- und Filmgeschichte sollen illustrieren, worin der Unterschied zwischen profanen und theologischen Apokalypsen besteht. Ich will die Theorie apokalyptischen Denkens, wie sie von Derrida und anderen artikuliert wurde anschließen um die Idee einer allgegenwärtigen Endzeit deutlich zu machen. Das bringt mich zurück auf die theologische Apokalypse, die Offenbarung und die besondere Situation der Figur Jonas im Roman. Ich werde eine vorsichtige Interpretation vor dieser Folie versuchen und das Thema des Seminars, „Ich-Räume“ mit dem Vorangegangenen verbinden mit dem Schwerpunkt auf die Konsumkritik, die der Roman formuliert und die Situation des Rechts bzw. des rechtlosen Raumes.

Thomas Glavinic
Foto: Marco Flammang
Freitag, 13. November 2009
18:00Eröffnung und Abendessen
20:00Einführung in das Werk Thomas Glavinics Walter Vogl
21:00Lesung Thomas Glavinic
Samstag, 14. November 2009
09:30Apokalypse goes Horror – Thomas Glavinics Endzeiten Elmar Lenhart
10:15Die Medienproblematik im Roman Der Kameramörder Motoko Yajin
11:00Lesung Thomas Glavinic
11:30Die Motive der Gewalt und Schrift in Die Arbeit der Nacht und Carl Haffners Liebe zum Unentschieden Erich Meuthen
12:15Mittagessen
15:00 Interview und Werkstattgespräch
18:00Abendessen
20:00Passiv mit Leidenschaft - Carl Haffners Liebe zum Unentschieden und Wie man leben soll Tomoko Somiya
21:00Ausschnitte aus dem Hörspiel „Der Kameramörder“ und ein Videointerview zur Verfilmung des “Kameramörder” mit Regisseur Robert Adrian Pejo
Sonntag, 15. November 2009
09:30Die junge Österreichische (Pop)Literatur Shinichi Suzuki
10:30Buchvorstellung: Das bin doch ich Andrea Yokura
11:30Lesung Thomas Glavinic
12:00Schlussdiskussion, Seminarende