29. Seminar zur österreichischen Gegenwartsliteratur (auf Zoom)
オーストリア現代文学ゼミナール

12. und 13. Dezember 2020
Mit Daniel Wisser
Wozu Nerven laufen?

Von nervenlauf gibt es zwei Fassungen. Die erste Fassung aus dem Jahr 1990 enthält 303 und die zweite, erweiterte (sie ist 2007 erschienen) 313 kurze Texte. Der Autor hat das Werk dadurch nicht nur quantitativ erweitert, er hat es besonders im Thema auch qualitativ verbessert beziehungsweise verschärft, wie im Nebentitel des Buchs zu sehen ist. In der ersten Fassung heißt er: Prosa aus dem gefährlichen Alltag, und in der zweiten: DIE TÜCKE DER OBJEKTE. In meinem Referat sollte es also darum gehen, am Beispiel von einigen Problemen, die aus diesem nicht ganz klaren Umstand des Buchs resultieren, methodologisch und geschichtlich zu fragen: Wie hat sich der Autor als ein Subjekt aus dem, von tückischen Objekten umschlossenen, gefählichen Alltag gerettet, um ein literarisches Werk fertig zu schreiben? Und: Was ist daraus für eine (neue) Literatur entstanden?