29. Seminar zur österreichischen Gegenwartsliteratur (auf Zoom)
オーストリア現代文学ゼミナール

12. und 13. Dezember 2020
Mit Daniel Wisser
Das Seminar im Kontext: „Faszination Japan“. Eine Untersuchung der Faszination durch Fremdheit am Beispiel von Darstellungen Japans in der österreichischen Literatur
Lina Bittner (Wien)

Die Dissertation untersucht das Faszinationsphänomen in der Literatur anhand der literarischen Umsetzung jener Faszination durch interkulturelle Fremdheit, die österreichische AutorInnen bei ihren Japanreisen erfahren. Ästhetische Faszination wird hier als Ambivalenz zwischen Anziehung und Abstoßung begriffen (Baumbach 2015). Als Auslöser dient interkulturelle Fremdheit, da diese sich sofortiger Klassifikation widersetzt und emotionale Spannung erzeugt. Nach einem Überblick über die (u.a. literarische) Beziehung zwischen Österreich und Japan wird die Fülle an österreichischen Werken dokumentiert, die sich mit Japan auseinandersetzen; anschließend wird die Darstellung ausgewählter Images darin untersucht. Bei der Analyse werden die Beziehung zwischen beiden Ländern, die unterschiedliche kulturelle Entwicklung und die persönlichen Erfahrungen der AutorInnen miteinbezogen. Anhand der Untersuchung wird erarbeitet, welche Aspekte eine solche Faszination auslösen, dass diese zum Gegenstand literarischen Schaffens und als solche wiederum von LeserInnen rezipiert wird. Ziel ist die Entwicklung eines übergreifenden Modells der literarischen Verarbeitung der durch Fremdheit ausgelösten Faszination und ihrer produktions- und rezeptionsästhetischen Mechanismen.

Raoul Schrott
Foto: ©Peter-Andreas Hassiepen
Freitag, 16. November 2018
18:30Abendessen
20:00Begrüßung und Einführung
20:15Erste Lesung Die Kunst an nichts zu glaubenRaoul Schrott
20:45Die Beziehung zwischen den Dingen und dem Ich: Raoul Schrotts Gedichte mit Heidegger gelesenNoriaki Watanabe (Tokio)
Samstag, 17. November 2018
09:30Die Welt als Vexierbild: Raoul Schrotts Erstling Finis TerraeMiyuki Soejima (Otaru)
10:15Liebe und Utopie in Gottfrieds von Straßburg Tristan und Raoul Schrotts Tristan da CunhaJutta Eming, Christin Keil (Berlin)
11:00Pause
11:15Eine Insel mit zwei Bergen: Schrotts Tristan da Cunha und Lotis TahitiMichael Wetzel (Bonn)
12:00Mittagspause
15:00Das Schweigen des Erzählens: Raoul Schrotts Erzählung Das schweigende KindKikuko Kashiwagi (Osaka)
15:45Zweite Lesung Erste ErdeRaoul Schrott
16:15Pause
16:30Erd-Literatur: Zur Aktualisierung epischer Erzählformen in Raoul Schrotts Erste ErdeOliver Völker (Frankfurt)
17:15Vom Übersetzen: Werkstattgespräch mitRaoul Schrott
18:30Abendessen
20:00Das Versepos: Eine zeitgenössische Form? Lesung (Verbannt!) und Diskussion mitAnn Cotten
Sonntag, 18. November 2018
09:30Poesie und Wissenschaft in Raoul Schrotts WerkChristian Zemsauer (Tokio)
10:15Verschreibungen – Die verflixten NarrativeHerrad Heselhaus (Tokio)
11:00Pause
11:15Das Seminar im Kontext: „Faszination Japan“. Eine Untersuchung der Faszination durch Fremdheit am Beispiel von Darstellungen Japans in der österreichischen LiteraturLina Bittner (Wien)
12:00Abschlussdiskussion